Reaktion des Ernährungsberaters Dr. Pierre Dukan auf den Artikel der Zeitung „Le Parisien“ mit dem Titel „Ärzte warnen vor den Gefahren der Dukan-Diät“ vom 30. Mai 2011


Angesichts der sterilen Polemik und der schwerwiegenden Vorwürfe der Zeitung „Le Parisien / Aujourd’hui en France“ erscheint es mir erforderlich zu reagieren.

Wieder einmal stelle ich fest, Zielscheibe von Unterstellungen zu sein, deren Maßnahmen ich bedauere. Auch wenn ich nicht vorhabe, mich in die Auseinandersetzungen einzumischen, erscheint es mir notwendig, einige Aspekte dieser Debatte für meine treuen Patienten, Leser und Internet-Fans zu klären, die sich ebenso angegriffen fühlen wie ich.

1 – Ich bin seit 45 Jahren (seit 1966) als Arzt und seit 41 Jahren als Ernährungsberater tätig und halte die Standesregeln und ethischen Richtlinien meines Berufes strengstens ein. Ich habe mehr als 40.000 Patienten dauerhaft beraten und behandelt, und das anhand gründlicher Untersuchungen (Blut- und Laborwerte). Ich habe zahlreiche Bücher geschrieben, die weltweit von 24 Millionen Menschen gelesen worden sind, und bisher nicht eine Beschwerde erhalten. Im Gegenteil: Ich kann mehr als 1.800 E-Mails dankbarer Patienten vorweisen.

2 – Ich habe nie gesagt oder den Anschein erweckt, dass es sich bei meiner Diät um eine Wundermethode handelt. Sie ist zwar weitaus wirksamer als alle anderen bekannten Diäten. Dies gilt aber nur unter der ausdrücklichen Voraussetzung, dass sie vollständig befolgt wird, inklusive der Phasen 3 und 4, der sogenannten Phasen der Stabilisierung und der Erhaltung.

3 – Ebenfalls schockiert mich die Tatsache, dass man die vermeintlichen Risiken der Diät in den Vordergrund stellt und gleichzeitig das grundsätzliche Problem von Übergewicht und Fettleibigkeit unter den Teppich kehrt. Ein Fettleibiger lebt im Durchschnitt acht Jahre weniger als eine normalgewichtige Person. Dabei verbringt er die letzten acht Jahre seines Lebens mit einer Krankheit, die ihn zum Invaliden macht. Die Pandemie der Fettleibigkeit und die mit ihr in Verbindung stehenden Krankheiten sind eine enorme Herausforderung für die moderne Medizin. Auch wenn es legitim ist, eine Bestandsaufnahme der Risiken von Schlankheitsdiäten zu machen, darf dies nicht auf Kosten der Suche nach Lösungen geschehen, die wie meine Methode effizient an diese Herausforderung herangehen.

4 – Wir sollten die individuelle Freiheit jedes Einzelnen respektieren. Die übergewichtigen Personen, die meine Diät befolgen, sind informierte und aufgeklärte Erwachsene. Die Dukan-Methode ist eine Lösung unter vielen. Personen mit Gewichtsproblemen sollten daher die Diät frei wählen können, die den gewünschten Ergebnissen und ihrer Persönlichkeit am besten entspricht. Ich habe niemanden dazu gezwungen, meine Ratschläge zu befolgen, und werde es unter keinen Umständen tun.

5 – Was Schwangerschaften betrifft, so sind im Laufe meiner Karriere Hunderte von adipösen Frauen zu mir gekommen, die von einer Schwangerschaft überrascht und von ihrem Geburtshelfer zu mir geschickt wurden. Ziel ist es in solchen Fällen, die Gewichtszunahme in Grenzen zu halten, die ansonsten unweigerlich zu Schwangerschaftsdiabetes und Bluthochdruck führt und damit eine Bedrohung sowohl für die Mutter als auch für das Kind darstellt. Solchen Frauen rate ich zu einer Ernährung der „offenen Stabilisierung“, bei der nur der Zucker und der übermäßige Verzehr stärkehaltiger Lebensmittel bis zur Geburt beaufsichtigt werden.

6 – Und letztlich hat das IFOP, das für seine Unabhängigkeit bekannte französische Institut für öffentliche Meinung, 1.525 Personen befragt, die meine Diätmethode befolgt haben. Die Studie hat ergeben, dass 79 % der Personen, die abgenommen hatten, ihr Gewicht nach neun Monaten stabilisiert hatten, dass sich die Blutwerte in 92 % der Fällen verbessert hatten, dass die Personen in 98 % der Fälle zufrieden waren und die Methode in 92 % der Fälle weiterempfehlen konnten. Dieser wissenschaftlichen Erhebung, über die in der Presse leider wenig berichtet wurde, stellt man einer Art „Quiz“ auf einer Frauenwebsite gegenüber, bei dem nicht identifizierte und nicht kontrollierte Personen zwanzig Mal hintereinander auf ganz klar gelenkte Fragen antworten können. Man kann die Glaubwürdigkeit dieser „Studie“ und ihre Neutralität daher ganz sicherlich zu Recht in Frage stellen.

Weitere Informationen über die Studie:


IFOP-Studie über die Dukan-Diät